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Mohrdorfer Jugendclub aufgemotzt

Cool, sieht gut aus- so der einstimmige Tenor der Jugendklubnutzer in Groß Mohrdorf. Seit zwei Wochen leuchtet der ehemals blaue Container des Jugendklubs auf dem Sportplatz mit einem bunten Schriftzug auf. „Wir haben einen Aufruf übers Radio „Antenne MV“ zur äußeren Gestaltung des Containers gestartet. Ich habe darüber im Radio gesprochen, dass wir jemanden suchen der uns den Container kostenlos mit Graffiti gestaltet“, erzählte Storchennest-Jugendsozialarbeiterin Claudia Anders. Dafür konnte der Stralsunder Heiko Kuhls gewonnen werden. Die 600 Euro Materialkosten für die Farbdosen wurden auch gefunden. „Wir haben bei den Bürgern in der Gemeinde Spenden gesammelt. Dafür möchten wir uns auf diesem Wege öffentlich bei allen unseren Sponsoren bedanken, weil wir finden das unser Jugendklub jetzt viel mehr Attraktivität ausstrahlt“, so die 28 Jährige.

An einem Wochenende hatte der Graffitisprayer gemeinsam mit einem Freund die sichtbare Giebelseite und Querfront in orange, schwarz und blauen Tönen gestaltet. „Dabei wussten wir selbst noch nicht wie es aussehen wird. Nur, dass von einigen von uns die Silhouetten in schwarz eingearbeitet werden sollte, sowie ein Kranich und ein Storch, da Tierarzt Bernd Kasten zu den Sponsoren gehörte“, erzählte Annalen Neumann. Die 13 Jährige gehört wie Steffi Witt und die meisten der 15 Kinder- und Jugendlichen seit dem vergangenen Jahr zum Groß Mohrdorfer Jugendklub. Da gab es einen großen Wechsel, so die Jugendsozialarbeiterin. Täglich treffen sich die Mädchen und Jungen in ihren Klub. Den Schlüssel dafür haben die ältesten Clubbesucher, wie Andy Bollfraß.

Graffittikunst am Klubcontainer MO

Im Mai 2007 bekamen die jungen Gemeindebewohner von der Gemeinde einen Container zur Verfügung gestellt um ihn als Treff und Jugendklub nutzen zu können. Nach der Standortfindung auf dem Sportplatz wurde auch ein Beach-Volleyballfeld in mühevoller Arbeit angelegt. Zu Jahresbeginn sorgte ein Schwelbrand im Clubcontainer für die Vernichtung der Inneneinrichtung. „Wir haben alles neu renoviert innen, und wollen eine Zwischenwand herausnehmen, damit unser Aufenthaltsraum größer wird“, erzählt die Storchennestmitarbeiterin. So wird der sonst nur als Abstellraum genutzte Raum verschwinden. Leider hat ein Missgönner eine Fensterscheibe des Klubs zerstört. Die Jugendlichen haben es solange mit Holz verschlossen. „Das ist Schade, dass so etwas gemacht wird. Ich weiß noch nicht, wie wir den Fensterflügel wieder instand setzen werden“, sagt Philipp Bollfraß. Dafür hoffen Fanny, David, Philipp, Steffi, Jessy, Annalen, Hannes und alle anderen Jugendklubnutzer aus Mohrdorf, Klausdorf, Batevitz, Prohn und Stralsund, dass ihr Jugendklub zukünftig von Vandalismus unversehrt bleibt.

I. Engelbrecht